Bildungsangebote Berufsfachschule Industriekeramiker/ in Detail Berufslehre
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Berufsbild
1 Beruf, 6 Schwerpunkte

In grossen und mittelgrossen Werkbetrieben stellen Industriekeramiker/-innen Produkte aus Keramik und Hartmetallen her. Sie begleiten und überwachen die vorgegebenen Arbeitsprozesse. Sie beherrschen die verschiedene Einrichtungen und Maschinen, die es zur Fertigung der keramischen Produkte braucht.

Abhängig vom Lehrbetrieb vertiefen sich angehende Industriekeramiker/-innen in einem von sechs Ausbildungsschwerpunkten.

Backsteine, Dachziegel etc.
Grobkeramik
  • Tätigkeit für Ziegeleien und Spezialbetrieben für Grobkeramik
  • Selbständige Aufbereitung des Lehms als Rohstoff
  • Fertigung mit automatisierten Pressen 
  • Formgenaue Herstellung Trocknen und Brennen nach Kundenforgaben
  • Spezialkenntnisse über ökologisches Bauen
Sanitärartikel, Geschirr, Wand- und Bodenfliessen
Feinkeramik
  • Industrielle Fertigung von Waschbecken und WC-Schüsseln, Geschirr, Zierkeramik sowie Wand- und Bodenfliesen etc.
  • Aufbereitung der Rohstoffe 
  • Produktendfertigung und Qualitätskontrolle
  • Spezialkenntnisse über Glasuren, die technische, chemische und hygienische Anforderungen erfüllen müssen.
Ofenkacheln, Kaminöfen
Baukeramik
  • Herstellung von Kachelware für Öfen, Cheminées, Kaminöfen und Wärmemöbel sowie Baukeramik für den Innen- und Aussenbereich
  • Unikate oder Serien
  • Verarbeiten der keramischen Masse durch Handformen, Giessen und Pressen
Russpartikelfilter, Katalysatoren
Technische Keramik
  • Produzieren von Partikelfiltern und Katalysatoren für Diesel- und Gasmotoren
  • Serienproduktion
  • Aufbereitung der Rohstoffe
  • Verarbeitung der Keramik-Masse
  • Schneiden und Brennen der einzelnen Bestandteile sowie Beschichten und Endbearbeiten. 
Werkzeuge für die Bearbeitung von Metallen
Hartmetallproduktion
  • Tätigkeit für Automobil- und Flugzeugindustrie, Werkzeug- und Maschinenbau, Dental- und Medizinaltechnik etc.
  • Fertigung von Rohlingen und Halbfabrikaten sowie Veredelung zum Endprodukt aus hochwertigem Hartmetall
  • Arbeit mit Rohstoffen wie Wolframcarbid, Kobalt und weiteren Legierungszusätzen
  • Vielschichtiger, industrieller Herstellungsprozess: Pulveraufbereitung, Formgebung, Softbearbeitung und thermischen Behandlungen
Modelle formen
Modellbau
  • Erstellen von Gipsmodellen aufgrund technischer Zeichnungen
  • Anschliessende Fertigung der Modellform für die industrielle Herstellung von Keramikprodukten
  • Tätigkeit für Zier- und Sanitärkeramik wie auch in der Bau- und Grobkeramik
  • Spezialkenntnisse über unterschiedlichste keramische Werkstoffe und die entsprechenden Produktionsverfahren
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Zielpublikum
Für wen die Lehre geeignet ist

Das solltest Du als angehende/-r Industriekeramiker/-in mitbringen

  • Abgeschlossene Schulbildung
  • Freude am Umgang mit Maschinen
  • Technisches Verständnis 
  • Fähigkeit, Zusammenhänge zu verstehen
  • Ausdauer und Geduld
  • Handwerkliches Geschick
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Berufslehre
1 Lehre, 3 Lernorte

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und startet jeweils im August. Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss im 3. Lehrjahr erhältst du das eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Industriekeramiker/-in.

Lehrbetrieb

Den grössten Teil ihrer Ausbildung absolvieren angehende Industriekeramiker/-in im Lehrbetrieb. Von ihren Berufsbildner/-innen werden sie Schritt für Schritt in die produktive Arbeit eingeführt.

Berufsfachschule

Je nach Lehrjahr findet an einem oder zwei Tagen in der Woche der Unterricht an der Berufsfachschule statt. Hier werden neben Berufskunde auch allgemeinbildende Fächer (ABU) und Sport unterrichtet.

Überbetriebliche Kurse

Ergänzend zur Ausbildung im Lehrbetrieb und an der Berufsfachschule organisieren Berufsverbände überbetriebliche Kurse (ÜK). In den ÜKs vertiefen die Lernenden zentrale berufliche Fertigkeiten.